nach dem glutvollen Familiendrama "liegen wird senkrecht" und dem weltabgewandten Liebesroman "die Hungrigen trinken zuwenig" übernimmt "Inseln ohne Meer" die Funktion eines gewichtigen Kompendiums, das in stilisierender Weise Fachwissen vermittelt und unter anderem ein umfassendes Interview mit dem Ausnahmekünstler enthält. darin gewährt er sogar Einblick in sein Privatleben und bezieht kritisch Stellung zu Musik, Religion und Zeitgeschichte.


 
Cover von 'Inseln ohne Meer'
 


Elseff Hobschar
Inseln ohne Meer

ISBN 978-3-8391-7408-1
Paperback
132 Seiten
Preis € 14,80


im Jahre Kæwåppel stürzte der Meteorit Xúrør auf die Erde und ließ einen Krater von kilometergroßem Ausmaß entstehen. bei den nachfolgenden Ausgrabungsarbeiten, die Jahrzehnte in Anspruch nahmen, machten Wissenschaftler einen sensationellen Fund: mitten zwischen den Gesteinsbrocken wurde eine geheimnisvolle Schriftrolle entdeckt, die möglicherweise im Innern des Himmelskörpers gesteckt hatte. unverzüglich eingeleitete etymologische Forschungen ergaben, daß es sich um eine Nachricht aus dem All handeln könne, die vielleicht ein Außerirdischer in einer der deutschen verblüffend ähnlichen Sprache verschickt habe - eine dubiose These, die bis dato kontrovers diskutiert wird. laut einer unweit der Einschlagstelle sichergestellten Leseanweisung, die erst vor kurzem aufgefunden wurde und zur Zeit noch auf Authentizität geprüft wird, sollen die Kapitel eins und zwei, aus denen die Botschaft besteht, in umgekehrter Reihenfolge rezipiert werden, so daß das zweite nicht wie üblich dem ersten folgt, sondern das erste dem zweiten. für die vorliegende Edition wurde diese Vorgabe schon berücksichtigt, indem alles so abgedruckt worden ist, daß von vorne nach hinten gelesen werden kann. aus Gründen besserer Verständlichkeit und um beide Teile voneinander abzugrenzen, wurde dazwischen ein der Öffentlichkeit bislang vorenthaltener und soeben von der Untersuchungskommission freigegebener Dialog eingefügt, in dem der umstrittene Autor dieses Buches, bereits bekannt durch mehrere aufsehenerregende Publikationen, seine skandalöse Behauptung untermauert, er selbst sei Urheber der mysteriösen Schrift aus einer anderen Welt und die Experten hätten nicht gründlich recherchiert. in einem anspruchsvollen Gesprächsmarathon von streckenweise epideiktischem Charakter mit einem ambitionierten und um hermeneutische Analyse bemühten Pressevertreter werden hier nicht nur die frappierenden Hintergründe eines Jahrhunderträtsels aufgedeckt, sondern vermöge blendender Eloquenz auch Integrität und Reputation eines in Mißkredit geratenen Schriftstellers wiederherzustellen versucht

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